Hunde übten seit ich denken kann eine riesige Faszination auf mich aus. Schon als kleiner Junge wünsche ich mir einen felligen Gefährten an meiner Seite. Mit 20 Jahren, nach Abschluss des Gymnasiums, hat dann endlich alles gepasst und ich fing an, mich nach einer zu mir passenden Hunderasse umzusehen. Oberste Prioritäten hatten die Gesundheit und Vielseitigkeit des Tieres. Gleichzeitig sollte die Hunderasse ein möglichst ursprüngliches Erscheinungsbild haben und die Verbindung zur Natur symbolisieren. Schnell wurde klar, dass ein Wolfshybrid nicht in Frage kam. Durch meinen Vater bin ich auf den American Indian Dog und dessen Zucht durch Kim La Flamme mit seinen Song Dog Kennels in den USA aufmerksam geworden. Kurzerhand entschloss ich mich, Kim zu kontaktieren. Da ich keine Erfahrungen mit Hunden und ihrer Erziehung hatte, empfanden wir es beide für sinnvoll, ihn für einige Zeit zu besuchen und dabei alles über diese einzigartigen Tiere zu lernen. Ich blieb für drei Monate in den USA und kam mit dem acht Wochen alten Welpen „Coydo“ nach Hause. Das war 2004, seitdem haben wir zusammen über 20 Länder besucht und viel gemeinsam erlebt. Auch Kim habe ich immer wieder für einige Monate besucht; immer gemeinsam mit meinem treuen Begleiter.

 

2015 begaben wir uns mit meiner Frau Alexandra auf eine längere Reise, die uns auch zu Kim nach Oregon führte. Auch sie schloss die Hunde sofort in ihr Herz und wir reisten mit Familienzuwachs weiter und schliesslich zurück in die Schweiz. Mora, unsere junge Hundedame, hinterliess wunderbare Erinnerungen. Viel zu früh wurde sie durch einen Unfall wieder aus unserem Leben gerissen.

 

2017 fühlten wir uns wieder bereit, einen weiteren American Indian Dog zu uns zu nehmen. So reiste ich abermals zu Kim und kehrte mit zwei Hunden zurück: Chawa, die verschmuste Hundedame und Luna, der dreimonatige Sonnenschein, machten unser kleines Rudel perfekt.

 

2019 mussten wir einen schweren Verlust hinnehmen. Nach 15 Jahren gemeinsamen Lebens mussten wir Coydo verabschieden. In unseren Herzen wird er immer bei uns sein. In tiefer Freundschaft und Dankbarkeit wünschen wir ihm alles Gute auf seiner weiteren Reise auf der anderen Seite.

 

Aufgrund der vielen Anfragen aus Europa, haben wir uns dazu entschieden, mit Kim La Flamme‘s Zusammenarbeit, eine kleine Zucht zu gründen. Wir wünschen allen jetzigen sowie zukünftigen Haltern von American Indian Dogs ebenso viel Freude und unvergessliche Momente, wie wir sie mit unseren treuen Begleitern erleben dürfen.

 

Peter Blumenthal